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Fences 6 Tabs & Container: Der Guide 2026

Mit Fences 6 hat Stardock eine Funktion eingeführt, die die Art und Weise, wie du deinen Desktop organisierst, grundlegend verändert: Container-Tabs. Statt mehrere separate Fences-Container über den ganzen Bildschirm zu verteilen, kannst du jetzt mehrere benannte Gruppen von Icons in einem einzigen Container mit Reitern unterbringen — ähnlich wie Tabs im Browser, nur direkt auf dem Desktop.

Dieser Guide erklärt, wie Container-Tabs in Fences 6 funktionieren, wie du sie Schritt für Schritt einrichtest, wie sie sich von den Desktop-Seiten unterscheiden und was das vollständige Fences 6 Update sonst noch bringt. Am Ende vergleichen wir den Tab-Ansatz von Fences mit dem Widget-Konzept von Themia — einer nativen Windows-App, die Desktop-Platz ganz anders nutzt.

Was Container-Tabs leisten

Die Kernidee ist simpel: Ein Fences-Container war bisher eine beschriftete Box, die eine flache Liste von Icons enthielt. Mit Tabs kann dieselbe Box mehrere Untergruppen enthalten — jede auf einem eigenen Reiter, mit eigenem Namen und eigenem Inhalt.

Ein konkretes Beispiel aus dem Alltag: Du arbeitest gleichzeitig an drei Kundenprojekten. Früher hättest du drei separate Fences — "Kunde A", "Kunde B", "Kunde C" — die jeweils Platz auf dem Desktop beanspruchten. Mit Tabs erstellst du einen einzigen Fence namens "Projekte" und legst die drei Kundengruppen als Reiter darin an. Gleiche Icons, gleiche Ordnung — aber nur ein Drittel des Desktop-Platzes.

Besonders praktisch: Tabs kombinieren sich nahtlos mit den Auto-Organize-Regeln von Fences. Nicht nur der richtige Container, sondern der richtige Tab innerhalb dieses Containers kann als Ziel für automatisch einsortierte Dateien festgelegt werden. Eine neue Datei namens "KundeA-Angebot.pdf" landet automatisch im Tab "Kunde A", während "KundeB-Vertrag.docx" direkt in den Tab "Kunde B" wandert — alles im selben Container auf dem Desktop.

Windows 11 Desktop mit einem Fences 6 Container, der drei benannte Tabs oben zeigt — Projekte, Archiv, Referenzen — und Icon-Gruppen darin
Container-Tabs in Fences 6 fassen mehrere Icon-Gruppen in einem einzigen Container zusammen und sparen dabei Desktop-Platz.

Tabs einrichten: Schritt für Schritt

Die Einrichtung geht schnell:

  1. Rechtsklick auf einen bestehenden Fence auf dem Desktop und Fence konfigurieren wählen.
  2. Im Einstellungsdialog nach dem Bereich Tabs suchen.
  3. Auf Tab hinzufügen klicken und einen Namen eingeben. Deine bestehenden Icons wandern automatisch in diesen ersten Tab.
  4. Für jeden weiteren Tab erneut auf Tab hinzufügen klicken und benennen.
  5. Den Dialog schließen. Du kannst Icons jetzt zwischen Tabs verschieben, indem du sie auf eine Reiterbeschriftung ziehst.

Die Reihenfolge der Tabs lässt sich per Drag-and-Drop auf den Reiterbeschriftungen verändern. Ein Doppelklick auf einen Reiter öffnet die Umbenennung. Wenn du einen Tab löschst, werden seine Icons auf dem Desktop abgelegt — verschiebe sie also vorher in einen anderen Tab, wenn du sie behalten willst.

Auto-Organize-Regeln für einzelne Tabs konfigurierst du im selben Einstellungsdialog. Wechsle im Vorschaubereich auf den gewünschten Tab und gehe dann in den Bereich Auto-Organize — jeder Tab zeigt dort eine eigene Regelliste. Wie du Regeln im Detail aufbaust, erklärt der Artikel auf Fences-Alternativen im Vergleichsabschnitt.

Welche Konfigurationen sich bewähren

Nicht jeder Anwendungsfall profitiert gleich stark von Tabs. Diese drei Muster zeigen, wo der Mehrwert am deutlichsten ist:

Projektbasiertes Arbeiten

Wissensarbeiter, die mehrere Projekte gleichzeitig betreuen, profitieren am meisten. Ein Fence, ein Tab pro Projekt, Auto-Organize-Regeln nach Dateiname oder Namensmuster — das Ergebnis ist ein kompakter Container, der neue Dateien automatisch an die richtige Stelle sortiert, ohne manuelles Eingreifen.

Gemischte Dateitypen in einer Kategorie

Wenn du regelmäßig mit verschiedenen Dateitypen arbeitest, die inhaltlich zusammengehören — zum Beispiel "Designs" mit PSD- und AI-Dateien und "Exporte" mit PNG- und PDF-Dateien — hältst du sie sinnvoll in zwei Tabs eines einzigen "Kreativ"-Fences zusammen. Der Wechsel zwischen Tabs ist schneller als das Suchen auf einem Desktop voller separater Container.

Aktiv vs. Archiv

Ein zweigeteilter Fence — "Aktiv" und "Archiv" — ergibt einen einfachen Eingangskorb-Referenz-Workflow. Wenn ein Shortcut nicht mehr täglich gebraucht wird, aber auch noch nicht gelöscht werden soll, zieht du ihn in den Archiv-Tab. Der Aktiv-Tab bleibt übersichtlich; der Archiv-Tab enthält alles, was gelegentlich gebraucht werden könnte.

Tabs vs. Desktop-Seiten: Der Unterschied

Fences 6 enthält zwei Funktionen, die ähnlich klingen, aber auf völlig verschiedenen Ebenen arbeiten: Container-Tabs und Desktop-Seiten. Den Unterschied zu verstehen verhindert, das falsche Tool für den jeweiligen Bedarf zu wählen.

Container-Tabs befinden sich innerhalb eines einzigen Fences. Sie lassen dich Untergruppen innerhalb dieses einen Containers wechseln. Der Rest des Desktops — andere Fences, deine Tapete, etwaige Themia-Widgets — bleibt unverändert, wenn du zwischen Tabs wechselst.

Desktop-Seiten sind virtuelle Arbeitsflächen für die gesamte Desktop-Oberfläche. Du scrollst oder wischst zwischen Seiten, und jede Seite zeigt eine komplett andere Anordnung von Fences, Icons und Widgets. Beim Wechsel zu Seite 2 verändert sich alles, was auf dem Desktop sichtbar ist — nicht nur der Inhalt eines Containers.

Ein hilfreeiches Bild: Seiten verhalten sich zum gesamten Desktop wie Tabs zu einem einzelnen Fence. Du könntest drei Desktop-Seiten haben — Arbeit, Privat, Gaming — und die Arbeitsseite enthält einen "Projekte"-Fence mit drei Tabs darin. Beide Funktionen ergänzen sich problemlos.

Themia-Widgets auf einem Windows 11 Desktop — Kalender und Aufgabenliste nebeneinander ohne Icon-Container
Themias Widget-Ansatz stellt Live-Informationen direkt auf den Desktop — ohne Icon-Container oder Tab-Strukturen.

Auto-Organize pro Tab konfigurieren

Die Kombination aus Tabs und Auto-Organize-Regeln ist das stärkste Argument für das Container-Tab-Feature. Hier eine typische Einrichtung für eine Projektverwaltung:

  1. Erstelle einen Fence mit dem Namen "Projekte" und füge drei Tabs hinzu: "Kunde A", "Kunde B", "Kunde C".
  2. Wechsle im Einstellungsdialog auf den Tab "Kunde A".
  3. Füge eine Auto-Organize-Regel hinzu: Dateiname enthält "KundeA" oder "Projekt-A" — Ziel ist dieser Tab.
  4. Wiederhole die Konfiguration für die anderen Tabs mit passenden Namensmuster.
  5. Lege optional eine Catch-All-Regel im Standard-Fence ohne Tabs an, damit Dateien, die keiner Tab-Regel entsprechen, trotzdem irgendwo organisiert landen.

Der Mehrwert zeigt sich im täglichen Einsatz: Neue Dateien, die auf dem Desktop landen, verschwinden automatisch in den richtigen Tab, ohne dass du eingreifen musst. Der Desktop bleibt sauber, auch wenn du regelmäßig Dateien dort ablage.

Einschränkung zu kennen: Auto-Organize-Regeln in Fences reagieren auf Dateien, die auf den Desktop-Ordner im Dateisystem geschrieben werden. Sie greifen nicht bei Dateien, die in andere Ordner gespeichert werden — für die bietet sich die Ordner-Portal-Funktion an, die den Inhalt eines beliebigen Ordners live im Fence anzeigt.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Maximal drei bis vier Tabs pro Fence. Mehr Tabs werden unübersichtlich und konterkarieren das Ziel, Ordnung zu schaffen. Wenn du einen fünften Tab brauchst, überleg, ob zwei separate Fences klarer wären.
  • Tab-Namen inhaltlich statt prozessorientiert benennen. "Kunde A", "Kunde B", "Kunde C" ist navigierbarer als "Aktiv", "In Bearbeitung", "Fertig" — inhaltliche Namen scannen schneller, wenn du nach einem bestimmten Icon suchst.
  • Auto-Organize-Regeln von Anfang an einrichten. Regeln zu definieren, bevor der Tab gefüllt ist, ist einfacher als sie nachträglich bei vollem Tab zu konfigurieren.
  • Quick-Hide für Videokonferenzen nutzen. Selbst mit perfekt organisierten Tabs: Ein Doppelklick auf eine leere Desktop-Stelle löst Quick-Hide aus und macht alle Fences unsichtbar — ideal vor einem Bildschirm-Share. Ein weiterer Doppelklick bringt alles zurück.
  • Roll-up für selten genutzte Tabs. Wenn ein Tab-Fence für mehrere Stunden nicht gebraucht wird, klappe den gesamten Container über Roll-up auf die Titelleiste zusammen. Das spart Desktop-Platz, ohne Icons zu verstecken.

Themia im Vergleich: Ein anderer Ansatz

Themia löst das Desktop-Platzproblem auf einem grundlegend anderen Weg. Statt Icons in immer feiner unterteilte Container mit Reitern zu ordnen, ersetzt Themia den Icon-basierten Workflow vollständig. Ein Themia-Desktop zeigt Live-Widgets — Wetter, Systemauslastung, Kalender, Aufgabenlisten, E-Mail-Vorschau — anstelle von Icon-Stapeln.

Für Themia-Nutzer stellt sich die Tab-Frage gar nicht, weil sie grundsätzlich keine Datei-Shortcuts auf dem Desktop sammeln. Dateien bleiben im Datei-Explorer; Apps werden über die Taskleiste oder das Startmenü gestartet. Der Desktop wird zur Informationsfläche statt zum Ablagesystem.

Das ist kein Qualitätsurteil, sondern ein konzeptueller Unterschied. Wenn dein Workflow darauf aufbaut, Desktop-Dateien und Shortcuts direkt von der Arbeitsfläche aus zu öffnen — typisch für Grafikdesigner, Entwickler mit vielen Projektverknüpfungen, oder jeden, der den Desktop als aktive Staging-Fläche nutzt — sind Fences Tabs echte Hilfe. Wenn du möchtest, dass der Desktop dir Live-Informationen zeigt statt Dateien zu verwalten, ist Themia der natürlichere Fit.

Beide Tools lassen sich auch kombinieren: Fences für eine handvoll wichtiger Projektverknüpfungen in sauberen Tab-Containern, Themia-Widgets für Wetter, Kalender und Systemstats drumherum. Die Oberflächen überlappen sich nicht, weil beide auf der gleichen Desktop-Ebene unterhalb aktiver Fenster arbeiten. Wenn dich das interessiert, sieh dir den Guide Von Fences zu Themia wechseln an — er zeigt, wie der Übergang aussieht und welche Workflows sich ändern.

Windows 11 Desktop mit minimalistischem Themia-Widget-Layout aus Uhr, Wetter und Systemstats auf dunkler Tapete ohne Icon-Container
Ein reiner Themia-Desktop zeigt Live-Informationen statt Icon-Container — eine andere Antwort auf dasselbe Platzproblem.

Preise im Überblick

Stardock Fences 6 kostet 9,99 US-Dollar pro Jahr im Abo oder 29,99 US-Dollar als einmalige Dauerlizenz. Die Container-Tab-Funktion ist in beiden Lizenzvarianten enthalten. Fences ist außerdem als Teil des Object Desktop-Abonnements von Stardock erhältlich, das weitere Desktop-Tools wie Start11, Groupy, Curtains und WindowBlinds bündelt.

Themia ist kostenlos herunterladbar. Der kostenlose Tarif erlaubt bis zu zwei Widget-Layouts ohne Zeitlimit — genug für einen Monitor mit vollem Widget-Sortiment. Das einmalige Pro-Upgrade kostet 19 US-Dollar ohne Jahresgebühr und schaltet unbegrenzte Layouts, alle Widget-Typen und erweiterte Anpassungen frei. Den Preisvergleich findest du auf der Themia-Preisseite.

Fazit

Stardock Fences 6 Container-Tabs lösen ein konkretes Problem: zu viele separate Fences, die um Desktop-Platz konkurrieren. Indem ein Container mehrere benannte Untergruppen mit eigenen Auto-Organize-Regeln aufnehmen kann, reduzieren Tabs die Anzahl der benötigten Container, ohne auf Ordnungstiefe zu verzichten.

Das Feature funktioniert am besten in Kombination mit dem restlichen Fences-Werkzeugkasten: Auto-Organize-Regeln für das automatische Einsortieren von Dateien, Desktop-Seiten für den Wechsel ganzer Desktop-Layouts und die Ordner-Portal-Funktion für live angezeigte Verzeichnisinhalte.

Wenn Icon-Organisation nicht deine Priorität ist und du lieber Live-Daten auf dem Desktop siehst — Kalender, Wetter, Systemstats, E-Mail-Vorschau — umgeht Themias Widget-Ansatz das Platzproblem grundsätzlich, indem der Desktop gar keine Icons mehr braucht.

FAQ

Was sind Container-Tabs in Stardock Fences 6?

Container-Tabs sind ein neues Feature in Fences 6, das es erlaubt, mehrere benannte Gruppen von Icons in einem einzigen Fences-Container unterzubringen. Statt drei separate Container für "Projekte", "Dokumente" und "Tools" zu erstellen, kannst du einen einzigen Container anlegen und die Gruppen als Reiter darin organisieren. Ein Klick auf den Reiter wechselt die sichtbaren Icons.

Wie füge ich einem bestehenden Fence einen Tab hinzu?

Rechtsklick auf den Fence, dann "Fence konfigurieren" wählen. Im Einstellungsdialog findest du den Bereich "Tabs" — dort auf "Tab hinzufügen" klicken, dem Tab einen Namen geben und Icons hineinziehen. Du kannst Tabs per Drag-and-Drop auf den Reiterbeschriftungen neu anordnen und per Doppelklick umbenennen.

Kann jeder Tab eigene Auto-Organize-Regeln haben?

Ja. Jeder Tab innerhalb eines Fences-Containers kann eigene Auto-Organize-Regeln haben — genau wie ein eigenständiger Fence. Neue Dateien werden dann nicht nur in den richtigen Container, sondern direkt in den richtigen Tab einsortiert. Eine PDF-Datei kann automatisch in den Tab "Dokumente" wandern, während eine EXE-Datei in den Tab "Programme" landet.

Was ist der Unterschied zwischen Tabs und Desktop-Seiten in Fences?

Tabs befinden sich innerhalb eines einzelnen Containers und lassen dich zwischen Untergruppen wechseln, ohne den Rest des Desktops zu verändern. Desktop-Seiten hingegen sind virtuelle Arbeitsflächen für den gesamten Desktop — beim Wechseln sieht der komplette Desktop anders aus. Du kannst beide Features gleichzeitig nutzen: mehrere Seiten, auf denen sich Fences mit mehreren Tabs befinden.

Wie viel kostet Stardock Fences 6 im Jahr 2026?

Fences 6 ist als Jahresabo für 9,99 US-Dollar oder als einmalige Dauerlizenz für 29,99 US-Dollar erhältlich. Die Container-Tab-Funktion ist in beiden Lizenzvarianten enthalten, ohne Aufpreis.

Hat Themia eine vergleichbare Tab-Funktion?

Themia verwendet keinen Tab-Ansatz, weil das zugrunde liegende Konzept ein anderes ist. Statt Icons in Container mit Reitern zu organisieren, zeigt Themia eigenständige Live-Widgets für jede Informationsart — Wetter, Kalender, Dateien, E-Mails, Systemstats und mehr. Wer zwei verschiedene Informationsarten sehen möchte, platziert zwei separate Widgets nebeneinander, anstatt zwischen Tabs zu wechseln.

Sollte ich Tabs nutzen oder lieber mehrere separate Fences erstellen?

Tabs lohnen sich, wenn der Desktop-Platz knapp ist und du verwandte Icon-Gruppen kompakt halten willst. Separate Fences sind sinnvoller, wenn die Kategorien nicht direkt miteinander verwandt sind und du sie alle gleichzeitig im Blick haben möchtest, ohne umschalten zu müssen. Eine Faustregel: Wenn du regelmäßig zwischen den Gruppen wechselst, lohnen sich Tabs. Wenn du beide Gruppen ständig parallel siehst, sind zwei Fences übersichtlicher.

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